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des Gekreuzigten auf ſeine Kniee nieder, und ſchien bald in brünſtiges Gebet zu verſinken. So verharrte er in ununterbrochener Stille mehrere Augenblicke; doch plötzlich drang vom Kirchthurme herab, der helle, klagende Ton
einer Glocke zu ſeinen Ohren, welche, wie er
wußte, nur bei außerordentlichen Gelegenhei⸗ ten, und in Augenblicken dringender Gefahr geläutet wurde. Zugleich erhob ſich im Klo⸗ ſterhofe ein verworrenes Geräuſch von rufen⸗ den Stimmen und Waffengeklirr. Entſchloſ⸗ ſen ſprang Johann empor und war eben im Begriffe bis zur Brüſtung eines der hohen Kir⸗ chenfenſter emporzuklettern, um die Urſache des plötzlichen Tumultes zu erforſchen, als ihm durch den Eintritt der Aebtiſſin in die Kirche, welcher mehrere Nonnen mit Windlichtern und einige gewaffnete, biſchöfliche Knechte in wil⸗ der Eile folgten, die Ueberzeugung wurde, daß Ceciliens Entweichen verrathen und man entſchloſſen ſey, ſich der Flüchtigen mit Ge⸗ walt wieder zu verſichern, Schnell verwarf er den zuerſt in ihm aufſteigenden Gedanken:
ſich mit ſcharfer Waffe den Verfolgern entge⸗
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