gem Arm, drückte ihn feſt an ſeine Bruſt und ſprach mit gebrochner Stimme:„treuer Freund! ich kann Dir nimmermehr vergelten, und den⸗ noch wird Dein Opfer, mich in den froheſten Stunden meines Glückes ſtets daran mahnen, wie unendlich ſchwer ich Dir verſchuldet bin!“
„Eilt, eilt! jeder Augenblick iſt koſtbar!“ entgegnete Johann, indem er die hervor⸗ quellenden Thränen in ſeinen Wimpern zer⸗ drückte, und drängte, ſanft abwehrend, die Dankenden von ſich.„Jetzt könnt Ihr unbe⸗ merkt entfliehen! Ty ſte, führe Deine Braut denſelben Weg zurück, den wir gekommen; meine Söldner draußen ſi ſind bereit, Euch zu geleiten bis die Sonne aufgeht. Ich bleibe hier indeß zurück, um zu erlauſchen ob im Kloſter Alles ruhig bleibt, und hab' ein lang! Gebet an Gott noch auf dem Herden, dann folg' ich Euch!“
Der Nothwendigkeit gehorchend trennten ſich die Liebenden von dem Freunde und ver⸗ ſchwanden bald hinter jener kleinen Thür, wel⸗ che den Eingang zum Begräbnißgewölbe öff⸗ nete. Johann aber warf ſich vor dem Bilde


