Teil eines Werkes 
1. Theil (1834)
Entstehung
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Tyſte's feſter Sinn blieb ungebengt, auch in Johanns treuer Freundesbruſt durfte kein zaghafter Gedanke laut werden, und ſchwei⸗ gend, jede innre Mahnung niederkämpfend,

erreichten ſie den Hauptaltar, auf deſſen Stu⸗

fen ſie eine weibliche Geſtalt erblickten, in die Novizentracht des Kloſters gehüllt. Sie ſchien zu beten; doch kaum hatte ſie die Annäherung der nächtlichen Wanderer bemerkt, als ſie ſich ſchnell erhob, beſtürzt zurücktretend aber, die ſtarren Blicke bald auf Tyſte, bald auf ſei⸗ nem Freunde ruhen ließ.

Cecilie! rief der Erſtere laut, im Nau⸗ ſche des Entzückens die nöthige Vorſicht, wel⸗ che ſein Vorhaben erforderte, vergeſſend, um⸗ ſchlang leidenſchaftlich die ſchlanke zarte Ge⸗ ſtalt, ſchien die erſten ſeligen Augenblicke des Wiederſehens feſthalten zu wollen mit ganzer Seele, und bemerkte nicht das leiſe Kniſteru im nahen Beichtſtuhle und das Geräuſch flüch⸗ tiger Schritte, das ſich fernhin verlor, in der Tiefe der Kirche. Auch Johann ſtand in tie⸗ fes Sinnen verloren, und wendete ſein Aoge nicht von dem bleichen Antlitze der ſchönen