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verwaiſt, ich lernte niemals meine Eltern ken⸗ nen; wie ſoll ich Eure Worte deuten?“
Vater nenne mich! entgegnete der Prieſter in ſtärkerer Aufwallung des Gefühls.— An
meine Bruſt! ich will Dein Vater ſeyn, denn
3 vor wenigen Minuten gelobte ich ihr es dort an ihrer Ruheſtätte.
3 Von dunkler Ahnung beſtürmt, ſtürzte Ty⸗ 1 ſte in die zitternden Arme des Benedictiners, und erſt nach einer langen Pauſe, in welcher
freudiges Staunen und die innigſte Rührung 4 ſeine Sinne gefeſſelt hielten, gewann er ſo 3 viel Faſſung, in ſtürmiſcher Freude Aufſchluß zu begehren, über dies räthſelhafte Ereigniß. Doch der Mönch wehrte ihn ſanft von ſich ab, warf einen Blick der tiefſten Wehmuth auf die Grabesſtätte, vor der er betend gelegen * und ſprach mit weicher Stimme:„hier nicht, mein guter Sohn! in Zukunft ſoll Dir Alles klar werden. Dort ruhet Deine Mutter, bete aan ihrem Sarge; des Kindes Flehen dringt
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6 zu Gott, drum bete brünſtig fuͤr ihr Seelen⸗ heil, mein lieber Sohn!“
½ Wieder drängten ſich unzählige Fragen auf
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