Teil eines Werkes 
1. Band (1818)
Entstehung
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Hoffnung in ſchwarze dunkle Nacht! das iſt un⸗ erforſchlich! ſcheint hart! und muß doch heilſam, doch weiſe ſeyn! wie waͤrſt du ſonſt der gute ge⸗ rechte Gott? 1

Ich ging zum General, bat um Urlaub und wollte eben abreiſen, als ein expreſſer Bote mir folgenden Brief brachte:

Mein Ludwig.

Mach Dich auf's Schrecklichſte gefaßt! wenig kann ich ſchreiben, aber fuͤrchterliche Dinge. Die Bosheit hat gewuͤhlt, bis die große Eiche geſtuͤrzt iſt, die mich beſchirmte. Ich ſchreibe auf dem Sarge meines vergifte⸗ ten Vaters. Laß Dich das aufdonnern und eile! denn Deine Julie iſt ohne Schutz, ohne Freund und Troͤſter. Keine frohe Sekunde hab' ich mehr. Der Abt martert mich durch Schmeicheleien, Geſchenke und Verſprechun⸗ gen, und meine Mutter durch Schmaͤhungen, Fauſtſchlaͤge und Fußtritte. Ich kaͤmpfe wie eine Heldin, aber meine Kraͤfte ermatten; meine Haͤnde ſind wund gerungen, meine Augen koͤnnen nicht mehr weinen, und bald wird auch mein Herz zu ſchlagen aufhören.