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— 215— um die Wunden Chriſti gebeten; aber umſonſt. Er ſpricht: man duͤrfe die Perlen nicht vor die Saͤue werfen, und droht dem Sterbenden mit Hoͤlle und ewiger Verdammniß. Vielleicht aͤßt er ſich durch ihn bewegen.
Das Abendmahl muß er ihm reichen, rief der Wirth, ſo wahr ich Hanns Sichel heiße! und wenn er nicht will, ſo mag er ſich zum Teu —— Gott verzeih mir die Suͤnde!— ſcheren, ſo reite ich aufs naͤchſte Dorf und hole einen andern Pfarrer.— Warte er, Herr Wirth! ſagte ich, ich gehe mit, vielleicht kann ich etwas dazu beitragen.
Die Frau vergaß die Thraͤnen uͤber mein Anerbieten und der Wirth fragte, wenn der Paſtor das Abendmahl nicht reichen wolle, ob ich's ihm nicht reichen koͤnnte? Er wollte mit die Gebuͤhren doppelt bezahlen.
Wir gingen. Als wir i in die Stube traten, ſah ich ein kleines hagres Maͤnnchen vor'm
Bette ſtehen, das mit den Fuͤßen ſtampfte, und
mit beiden Haͤnden um ſich ſchlug. Es ſchilderte dem Kranken die Qualen der Holle ſo fuͤrchter⸗ lich und unſinnig, daß mir die Haare zu Berge ſtanden, und ich mir eher einen Raum von zehn


