beſten Zuſtande, Gebaͤude und Feldbau waren unverbeſſerlich, die Gaͤrten geſchmackvoll nichts mangelte, was zum Nutzen und Vergnuͤgen gehoͤrte. Sie lernten einander in kurzem ge⸗ nauer kennen. Am dritten Tag war ihr Schlaf⸗ gemach ſchon neben dem ſeinigen, ſie wußte ſich ſo in ſeine Liebe einzuſchmeicheln, daß ſie nur
winken durfte, wenn etwas geſchehen ſollte.
Auf ihr Bitten wurden Zimmer verbeſſert, Baͤ⸗ der gebaut, Grotten errichtet, Alleen gepflanzt, und Wagen und Pferde nach dem neueſten Ge⸗
ſchmack angeſchafft. Binnen einem halben Jahre
kannte man Baͤckers Fiekchen nicht mehr, es war eine Dame, die ſeidne Kleider und eine goldne Uhr trug. Aber da alle ihre Wuͤnſche befriedigt wurden, und ſie ſich zur unumſchraͤnk⸗
ten Beherrſcherin gemacht hatte, wurde ſie Ver⸗
ſchwenderin. Der Herr von Weilburg ſah wohl die Zerruͤttung ſeiner Finanzen, aber ein ſchmei⸗ chelndes Wort, ein Kuß, eine verſagte Umar⸗ mung machte ihn ſtumm und nachgiebig. Er uͤberließ ſich blos der Ruhe und der Liebe, und wurde dabei ſo dick und fett und allmaͤhlig Fiek⸗ chen ſo ſchwerfaͤllig, daß ſie ſich nach andern ruͤ⸗ ſtigen Leuten umſah: Sie ſetzte nach ihrem Gutduͤnken Gerichtshalter und Verwalter ab,


