Teil eines Werkes 
1. Band (1818)
Entstehung
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ken aus dem Kopfe und das Herz aus dem Leibe heraus, und man konnte gewiß ſeyn, daß man die folgende Nacht nicht gut ſchlafen, ſondern den ſanften Druck ihrer gluͤhenden Lip⸗ pen auf den ſeinigen fuͤhlen wuͤrde. Im funf⸗ zehnten Jahre hatte ſie ſchon manche Liebes⸗ avantuͤre gehabt, manchen Liebhaber abgedankt, manchen angenommen, und ſchon einigemal hatte man ſich wegen ihr auf dem Tanzboden die Koͤpfe gewaſchen. Um dieſe Zeit war's, daß ſie die Woche zweimal auf einige benach⸗ barte Edelhoͤfe mit Zwieback geſchickt wurde. Sie mußte allemal durch ein kleines Tannen⸗ hoͤlzchen, und da pflegte ſie gemeiniglich es den Abend vorher einem ihrer Lieblinge zu ſagen, der ſie begleiten und das Handkoͤrbchen tragen helfen mußte. Man ſollte glauben, in einem Tannenwaͤldchen muͤßte es recht huͤbſch kuͤhle ſeyn: aber ihre Backen gluͤhten ſtaͤrker, wenn ſie heraus kam, als wenn ſie hinein ging, und uͤberdies hingen die Aeſte ſo tief, daß die Haare immer ein wenig in Unordnung ge⸗ riethen. Auch das Röͤckchen mußte ſie ſich ab⸗ ſchuͤtteln, denn in einem Walde laͤßt ſich's nicht

ſo bequem gehen wie im freien Felde; wie

leicht haͤngt ſich ein Dorn an! wie leicht bleibt

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