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ihre Pflichten gegen die eigenen und fremden Kin⸗ der erfüllt hatte.
Sollte nicht eine Frau wie Nina auf edle und hochherzige Weiſe genützt haben? Und ſollte nicht ein ſolches Streben, wie das ihrige, viel edler und höher ſein, als wenn ſie ſich dadurch, daß ſie gegen die traurige Stellung der Frauen im Leben zu Felde zune vor der Welt bemerklich zu machen geſucht
ätte?
XXVI.
Am Tag vor der Abreiſe nach Stockholm, als Nina, Olga und die junge Frau mit Einpacken zu thun hatten, war Thekla nach Warnäs gefahren, um ihrer kleinen Schülerin Lebewohl zu ſagen.
Als ſie in den Salon trat, fand ſie den Kapi⸗ tän daſelbſt.
„Ich komme, um mich von Sally vorübergehend zu verabſchieden,“ ſagte Thekla;„ich habe ihr ver⸗ ſprochen, ſie noch einmal zu beſuchen.“
„Ja, es iſt wahr, Sie wollen uns auf einige Zeit verlaſſen,“ erwiederte der Kapitän.„Arme Sally!“ ſetzte er mit einem Seufzer hinzu!
„In drei Wochen bin ich wieder hier.“
Der Kapitän faßte ihre Hand und ſagte:
„Und die Trennung von den Freunden in War⸗ näs koſtet Ihnen, Thekla, keinen Seufzer des Be⸗ dauerns? Sie freuen ſich ſo ſehr auf die Reiſe nach der Hauptſtadt, daß Sie ganz vergeſſen, wie man Sie hier vermiſſen wird.“


