*das Gebet dieſer Mutter,
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griff, Dir wenn auch nur annäherungsweiſe gleich zu kommen. Du wirſt als das Ideal der Vollkom⸗ menheit, nach dem ich trachte, vor meiner Seele ſtehen; und daß es ſo iſt, dafür danke ich Dir auf meinen Knieen, glücklich in dem Bewußtſein, daß mein Gatte Dein Sohn iſt. Gott lohne Dir für das, was Du mir vater⸗ und mutterloſen Kinde ge⸗ weſen biſt!“
Nina legte ihre Hände auf das geſenkte Haupt und ſprach mit tiefer Rührung:
„Gott ſegne und behüte Dich, mein Kind, auf dem Wege, den Du jetzt betrittſt.“
Dann ſetzte ſie ihr den Kranz auf und um⸗ armte ſie.
Eine lange Weile hielten ſie einander umſchlun⸗ gen, unfähig ein Wort zu ſprechen. Es war einer von jenen Augenblicken, wo die Gefühle überſtrömen und kein Wort zu dolmetſchen vermag, weſſen das Herz voll iſt.
Wie innig war das Gebet, welches aus Nina's Herzen aufſtieg, als der Sohn und die Pflegetoch⸗ ter vor dem würdigen und allgemein beliebten Probſt knieten! Welche Erinnerungen rief nicht die⸗ ſer Augenblick in ihrer Seele hervor, und wie warm flehte ſie nicht zum Höchſten, Elma mit jedem Kum⸗ mer zu verſchonen und Eugen zu einem guten Ehemann zu machen, damit die Freundin ſeiner Kindheit nie⸗ mals eine Ahnung von den grenzenloſen Leiden er⸗ halte, welche der Frau beſchieden ſind, die gleich ihr ſelbſt, das Opfer der Launen eines grauſamen und tyranniſchen Mannes wird. Gewiß hörte Gott
welche ſo gewiſſenhaft


