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XXV.
Endlich kam der große Tag. Die Zahl der Hochzeitgäſte war aus mehr als einem Grunde ſehr beſchränkt.
Oben in dem Zimmer der Mädchen wurde Elma von Nina's Hand bräutlich geſchmückt. Es war dieß nun das zweite der von ihr auferzogenen Kinder, welches ſie jetzt zu dieſem heiligen Act ankleidete, der für Nina im vorliegenden Fall eine doppelte Wichtigkeit hatte, da ihr Sohn der Mann war, milchei die Pflegetochter als Gattin heimführen ollte.
Thekla und Olga waren Nina hiebei behülflich geweſen; aber als ſie den Kranz aufſetzen wollte, erhob ſich Elma und flüſterte:
„Laßt uns allein, Schweſtern.“
Thekla und Olga entfernten ſich, und Elma ſtand nun in dem weißen wallenden Seidenkleide ſo ſchön vor Nina, daß der Blick derſelben mit eigenthüm⸗ lichem Wohlgefallen auf dem von lebhaften Empfin⸗ dungen gerötheten Antlitz der Pflegetochter weilte.
„Mutter,“ flüſterte Elma und faßte, ſich auf die Kniee niederlaſſend, Nina's beide Hände.„Mut⸗ ter, habe Dank für Deine Liebe, für alle die gren⸗ zenloſe Mühe, welche Du gehabt haſt, um mich zu einer guten Frau heranzubilden. Mit Deinem Se⸗ gen als Brautgabe fühle ich, daß mein ganzes Streben darauf gerichtet ſein wird, bei Erfüllung. der theuren Pflichten, die ich zu übernehmen im Be⸗


