Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 2. Band (1864)
Entstehung
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Elma ſprach dieſe Worte mit hochgerötheten Wangen. Vollkommen. Siehſt Du, liebe Elma, ſeitdem

Du mir Dein Herz geſchenkt und meine Frau zu werden verſprochen haſt, gibt es Niemand, welcher Dir ſo nahe ſtände, wie ich. Die Schulden des einen ſind die des andern, gerade wie das Einkom⸗ men, wenn wir einmal dazu gelangen. Es ver⸗

lohnt ſich gar nicht der Mühe, davon zu reden. Ein Mein und ein Dein gibt es nicht für uns.

Schön, ſchön! rief Elma mit ſtrahlenden Au⸗ gen. Du haſt ſelbſt geſagt: ein Mein und ein Dein gibt es nicht. Nimm' alſo dieß als Weihnachts⸗ geſchenk von mir an; ich habe es auf den Grund hin, daß Deine Schulden auch die meinigen ſind, eingelöst.

Mit dieſen Worten reichte ſie Eugen ein durch⸗ ſtrichenes Papier. Es war die Schuldverſchreibung, welche der Kronvogt Warén auf ſich hatte übertra⸗ gen laſſen.

Eugen ſtarrte das Papier an und warf dann einen Blick auf Elma. Er ſah aus, als ob man ihm einen ſchimpflichen Schlag ins Geſicht gegeben hätte.

Als Elma den Eindruck, welchen der Anblick der

Schuldveeſchreibung auf ihn machte, wahrnahm, ſchmiegte ſie ſich an ihn und flüſterte:

Liebſt Du mich ſo wenig, daß Dein Stolz ſich darüber empört, wenn ich Dir bei Hinwegräumung der Hinderniſſe, die unſerer Verbindung im Wege ſtehen, ein wenig behülflich ſein will? Eugen, Eu⸗ gen! Biſt Du zu ſtolz, um mir das ſüße Bewußt⸗