Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 2. Band (1864)
Entstehung
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wandtſchaft haben wir längſt abgeſagt. Ich will Dich nicht zur Schweſter haben.

Sie waren nun unten im Hofe.

Da ich noch keinen Ring trage, ſo verbitte ich mir ſowohl den Titel Braut, als Frauchen, ſagte Elma lachend und nahm ſeinen Arm.

So zogen ſie unter Scherzen ihres Wegs. Als ſie ſo weit vom Hauſe weg waren, daß man ſie nicht mehr ſehen konnte, begann Elma mit einem Aus⸗ druck von Verlegenheit: r

Ich habe Dir Etwas zu ſagen, aber ich fürchte, Dich zu betrüben.

Du! Unmöglich, Elma.

Höre, Eugen, wenn wir ein Paar werden ſol⸗ len, ſo iſt doch Alles, was wir, Du und ich, haben, gemeinſchaftlich?

Das iſt klar. Wir ſind zwei Hälften, die ein Ganzes werden ſollen, und darum iſt Alles, was wir jetzt und künftig beſitzen, unſer gemeinſchaftliches Eigenthum. Aber warum dieſe Frage?

Deßhalb, weil, wenn ich Etwas von Dir haben wollte, dieß ja nur ein Theil von dem wäre, was mir zugehört.

Natuͤrlich. Was wünſcheſt Du denn??

Wenn ich eine Schuld hätte und Dich bäte, ſie zu bezahlen, wie würdeſt Du das anſehen?

Gerade als ob ich eine von meinen eigenen Schulden bezahlte.

Biſt Du vollkommen überzeugt, daß ich ohne alle Demüthigung für meine Perſon Dich bezahlen laſſen könnte, was ich ſchuldig wäre?

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