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ſtimmung geſchrieben und ſchloß mit der Erklärung, daß, wenn ſie nicht unverzüglich mit meinem Mann zu ſprechen Gelegenheit fände, ſie ſich und ihrem Kinde das Leben nehmen würde, da ſie von ihrer Mutter niemals für die Schmach, welche ſie über die Familie gebracht, Verzeihung zu hoffen hätte. Da ſie zugleich den Namen der Frau nannte, bei welcher ſie ſich verborgen hielt, ſo beſchloß ich noch denſelben Abend in der Dämmerung mich zu ihr zu begeben. Ehe ich aber noch meinen Vorſatz aus⸗ führen konnte, kam ein Bote von der genannten Frau, welche mich erſuchen ließ, zu Eva zu kommen, da dieſelbe wahnſinnig geworden ſei.“
Nina fuhr fort:
„Ich begab mich dahin, und werde niemals ver⸗ geſſen, wie ich erſchrack, als man mich in ein kleines Gemach führte, wo Eva in einem Anfall von Raſerei dalag und ihr Kind mit beiden Händen feſt hielt, während die Frau alle ihre Kräfte aufbot, es der⸗ ſelben zu entreißen. Aber die Unglüclliche hatte es bereits ſo feſt am Halſe gefaßt, daß das kleine Ge⸗ ſicht ſchon blau und geſchwollen war, und man war nicht im Stande, die zuſammengepreßten Hände auf⸗ zureißen. Ich ſtürzte auf ſie zu und rief:„Eva, Eva! Ich will Deinem Kind eine Mutter werden.— „Der Laut meiner Stimme wirkte wie ein elektriſcher Schlag; ſie ließ das Kind los, ſtarrte mich an, mur⸗ melte dann: Nina!e— und verfiel wieder in De⸗ lirium. Ich blieb die ganze Nacht bei ihr. Am folgenden Morgen ſtarb ſie; aber vor ihrem Tod erhielt ſie den Gebrauch ihrer Sinne wieder, und da verſprach ich ihr, daß Niemand von ihrem Fehltritt


