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Wiederaufbringen Dich ſo viel gekoſtet hat, ange⸗ wendet wurde; wüßteſt Du es, Du könnteſt mich nicht ſo lieb haben, wie Du jetzt thuſt.“
„O gewiß, Eugen, ich würde gerade ſo, wie Mama, Dich doch lieb haben, welche Fehler Du auch an Dir hätteſt; aber warum daran denken? Du biſt mein leiblicher Bruder, meiner geliebten Mama er⸗ ſtes Kind, und wie wäre es mir wohl möglich, Dich nicht von ganzer Seele zu lieben?“
„Danke, danke,“ murmelte Eugen.„Das iſt vielleicht eine der härteſten Strafen für meine be⸗ gangenen Fehler; denn gibt es wohl eine empfind⸗ lichere Züchtigung für die eigenen Verirrungen, als das Bewußtſein, die Zärtlichkeit, welche an uns ver⸗ ſchwendet wird, nicht zu verdienen?— Niemals werde ich dieſen Augenblick vergeſſen.“
„Darf ich hereinkommen?“ ließ ſich Nina's Stimme außen vernehmen,„oder habt ihr noch weitere Weih nachtsheimlichkeiten abzumachen?“
„Ach, komm' herein, Mama!“ rief Eugen und ſprang auf..
„Sage Nichts von der Uhr,“ flüſterte Thekla, „es könnte ſie vielleicht betrüben.“
Im nächſten Augenblick ging die Thüre auf; aber anſtatt einzutreten, blieb Nina ganz überraſcht auf der Schwelle ſtehen. Thekla ſprang auf, um⸗ ſchlang die Mutter und rief:
„Iſt es hier nicht gemüthlich?“ 3
Eugen ſetzte mit einer Miſchung von Wehmuth und Freude hinzu:
„Gibt es wohl Jemand, der eine ſolche Mutter und eine ſolche Schweſter hat, wie ich?“ 3
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