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Thekla, das kleine häßliche Mädchen, war an und für ſich Eduard Oernſtjöld Nichts; aber ihre Wiß⸗ begier intereſſirte ihn, und er fand eine Freude daran, dieſe zu befriedigen. Außerdem hatte er zu Nina eine wirkliche Anhänglichkeit gefaßt und fand
einen wahren Genuß darin, ihr bei der Erziehung
der Kinder auf irgend eine Art behülflich zu ſein.
In Folge der bevorſtehenden, durch Karls Hei⸗ rath mit Olga ſich anknüpfenden Verbindung war ſogar ein vertraulicherer Umgang zwiſchen ihm und den Bewohnern von Adersberg eingetreten. Die Mädchen nannten ihn Onkel, und Nina hatte das „Herr Kapitän“ gegen das freundſchaftlichere„Du“ ausgetauſcht.
Die Einzige, welche ihn niemals mit dem ver⸗ traulichen Wort Oheim anredete, war Thekla; ſie vermied es überhaupt, ihm irgend einen Namen zu geben; aber auch dieſer Umſtand blieb von Eduard, der niemals auf Kleinigkeiten ein Gewicht legte, un⸗ beachtet.
Dazu kam noch, daß ſeines verſtorbenen Bru⸗ ders Kinder, die nun in Warnäs angekommen wa⸗ ren, ſeine Gedanken mehrfach in Anſpruch nahmen.
Wer aber genau auf Thekla Acht gab und ſo⸗ gar bemerkte, welche Mühe dieſelbe ſich gab⸗, der Benennung Oheim ſich zu entziehen, war Nina.
So war man endlich in der Weihnachtswoche angelangt, und nun wurde Eugen erwartet. Er hatte geſchrieben, daß er am Donnerſtag oder Freitag eine treffen würde..
Schon früh am Donnerſtagmorgen war Elma in Bewegung und zur Seite von Debora, um ſich das


