Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 1. Band (1864)
Entstehung
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14⁴9 Aber Du glaubſt nicht daran? Du glaubſt,

daß Tante uns nicht beunruhigen will und deßhalb

die Wahrheit verſchweigt. Mädchen, was habe ich gedacht, daß ich nicht ſchon früher darauf gekommen bin? Gott im Himmel, wie kann ich nach Upſala gelangen? Wie kann ich mit all dieſer Angſt es nur aushalten?

Liebe Elma, ſei doch nicht ſo heftig! Wäre Eugen gefährlich krank geweſen, ſo hätte ſich die Tante nicht die Zeit genommen, einen ſo langen Brief zu ſchreiben, und es würden ſich da und dort im Brief Ausdrücke von Unruhe gefunden haben; nun aber war der Ton heiter und zufrieden, ſagte Olga.

So ſagſt Du, mit Deinem ewigen Phlegma, rief Elma;aber ich ich, welche nicht leben könnte, wenn Eugen ſtürbe, ich

Still, da fährt Etwas! rief Thekla, und mit einem Sprung war ſie an der Thüre und auf der Hausflur.

Nun, Liebe, wer iſt es? fragte ſie Debora, welche von der Küche gleichfalls auf die Haus⸗ flur kam. 3

Mir war, als hörte ich die Stimme von An⸗ ders; es iſt gewiß die Frau, antwortete die Alte und öffnete die Hausthüre.

An Thekla und Debora vorüber ſtürzte Elma, ſchnell wie ein Wirbelwind, hinaus vor die Thüre.

Tante, geliebte Tante, wie ſteht es mit Eugen? rief ſie mit bebender Stimme.

Gut, mein Kind, antwortete Nina, welche mit