ehmen Ich möchte wiſſen, was es wohl ſein ann.“ Olga ſpann fort und ſchwieg. Thekla antwortete:
„Mama brauchte Geld und beabſichtigte, ſolches auf unſer kleines Ackersberg aufzunehmen.“
„Und deßhalb reiſte ſie nach Stockholm?“ be⸗ merkte Elma, indem ſie Thekla mit einem eigen⸗ thümlichen forſchenden Blick anſah.
„Mama hat uns ja ſo geſagt.“
„Glaubſt Du wirklich, daß dieß die einzige Ur⸗ ſache war?“
„Nein, das glaube ich nicht.“
„Nun, was glaubſt Du denn, daß der Grund zu dieſer plötzlichen Reiſe war?“
„Eugen,“ antwortete Thekla.
Jetzt ſprang Elma wieder vom Stuhl auf, ſchleu⸗ derte den Hut weit weg und rief:
„Er wird doch nicht krank ſein?— Der Brief, welchen die Tante erhielt, und welcher ſie zur Reiſe beſtimmte, war vielleicht eine Nachricht, daß Eugen gefährlich krank darnieder lag. Erinnert ihr euch noch, wie bleich ſie wurde, als ſie ihn geleſen hatte. Mein Gott! Mädchen, denkt, wenn Eugen krank wäre?“
Elma ſchlug mit dem Ausdruck der größten Angſt die Hände zuſammen.
„Mamazs letzter Brief war von Upſala, und darin ſchrieb ſie, daß Eugen ſich wohl befinde und uns grüßen laſſe,“ fiel Thekla ein; aber ihre nieder⸗ geſchlagene Miene ſchien den tröſtlichen Worten zu widerſprechen; deßhalb faßte ſie Elma heftig am Arme und ſagte:


