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„Du biſt göttlich, kleine Thekla!“ rief Elma, ſprang mit dem Hut in der Höhe auf, tanzte um den Tiſch herum auf Thekla zu, ſchlang den freien Arm um ihren Hals und küßte ſie; dann ließ ſie dieſelbe ebenſo ſchnell wieder los und rief mit einem Ausdruck von Unruhe:
„Herr Gott, wie das heute bläst, und die Tante iſt noch nicht zu Hauſe?“
„Ich habe ſchon lang mit Beben gehört, wie es draußen ſtürmt,“ ſagte Olga.„Die Tante wird doch nicht bei ſolchem Wetter unterwegs ſein.“ Sie ließ von dem Spinnen ab und horchte von Neuem auf das Heulen des Windes.
„Mir war es ganz unmöglich, heute Abend zu arbeiten,“ fiel Thekla ein,„ſo ſehr habe ich die ganze Zeit Angſt gehabt. Gott bewahre, daß Mama in dieſem Wetter nicht draußen iſt.“
„Ja, ich habe wohl bemerkt, daß Du Stunden lang daſaßeſt und auf den Sturm hörteſt, ohne die Hand vom Fleck zu bringen,“ ſagte Olga und begann wieder zu ſpinnen.
„Aber, Mädchen, warum ſollen wir uns beun⸗ ruhigen? In ihrem letzten Briefe ſagt uns ja Tante, daß ihre Angelegenheiten ſie noch einige Tage auf⸗ halten werden und wir uns deßhalb keine Sorgen machen dürfen. Ganz gewiß kommt Sie nicht vor Samstag oder Sonntag heim,“ ſagte Elma.„Ent⸗ ſetzlich dringende Geſchäfte müſſen es geweſen ſein.“ ſetzte ſie hinzu und begann wieder an ihrem Hut herum zu zupfen—„welche die Tante beſtimmen konnten, die weite Reiſe in die Haupiſtadtu unter⸗


