Anders' Hülfe eben im Begriff war, aus dem Wa⸗ gen zu ſteigen.
„Gott ſei gelobt!“ tönte es aus dem Munde der drei Mädchen, und ſie führten Nina im Triumph in das Wohnzimmer.
„Du lieber Himmel, wie naß Sie ſind?“ rief Debora.
„Es ſollte mich nicht wundern, wenn Sie ſich bei einem ſolchen Herrgotts⸗Wetter recht erkältet hätten. He, Thekla, gib mir den naſſen Mantel, dann will ich ihn hinaustragen. Sie muß durchaus etwas Warmes zu ſich nehmen, das arme Kind!“
Sobald man Nina den Pelz abgenommen, und Debora mit Olga's Beihülfe den Theetiſch in Ord⸗ nung gebracht hatte, nahmen alle um das Feuer herum Platz, um die Freude zu genießen, die von allen ſo hoch geliebte Nina wieder in ihrer Mitte zu haben. Debora hatte ſich in eine Ecke am Ofen geſetzt, während man plauderte und Thee trank.
„Nun, liebe Tante, erzähle uns, wie es mit Eugen ſteht. Kommt er zu Weihnachten heim? Sieht er noch aus wie ſonſt? Sehnte er ſich nach uns? Iſt er krank geweſen? Iſt—“
„Halt ein, Mädchen, ſonſt bekomme ich allzu viele Fragen zu beantworten. Eugen kommt wahrſchein⸗ lich auf Weihnachten nicht nach Hauſe, denn er muß eine Stelle annehmen.“
„Und warum ſoll er das?“ fragte Elma leb⸗ haft.„Er iſt im Sommer nicht zu Hauſe geweſen, und nun ſoll er auch zu Weihnachten nicht heim kommen! Das iſt allzu grauſam! Was braucht er Stellen!“


