Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 1. Band (1864)
Entstehung
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koſten bekam, auch leicht wieder in dieſelben zurück⸗ fallen könnte.

Sie ſind eine ſeltſame, bewundernswerthe Frau, denn Sie zeigen ſich nicht blos als eine zärtliche und liebevolle Mutter, ſondern auch als eine kluge und ſtarke Schützerin von dem wahrhaften Wohl Ihres Kindes. Aber Eugens Gläubiger werden ihm keine Ruhe laſſen, und das Murren derſelben wird

ſchmerzlich auf ſein Gemüth einwirken und ſelbſt

ſeine Kräfte abſtumpfen.

Darin können Sie Recht haben, aber nichts deſto weniger muß Eugen die Koſten ſeiner Verſchwendung und die Ausgaben, die ihm ſo wenig Ehre machen, ſelbſt bezahlen.

Nun wohl, ſo geſtatten Sie mir, daß ich mich für ihn verbürge.

Nein, Herr Kapitän, nicht einmal dieſe Mil⸗ derung darf ich zugeben; nur mit ſeinen Gläubi⸗ gern mögen Sie reden, damit ſie ihm erlauben, ſeine Schulden allmälig zu bezahlen, und nicht allzu hart zuſetzen. Aber Sie müſſen mir Ihr Ehren⸗ wort geben, ihm nicht durch eine Bürgſchaft irgend welcher Art die Bezahlung erleichtern zu wollen.

Sie zeigen eine ſpartaniſche Strenge, ſagte der Kapitän lächelnd.

Ach, Herr Kapitän, in manchen Fällen wäre es recht gut, wenn wir die ſpartaniſchen Erziehungs⸗ principien zum Muſter nähmen, erwiederte Nina mit wehmüthigem Lächeln.Glauben Sie jedoch nicht, daß ich Ihren Edelmuth ſo ganz unbenützt zu laſſen gedenke. Ich habe ein Bitte an Sie.

Ich werde mich ebenſo ſtolz als glücklich füh⸗