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„Und warum? Sind Sie zu ſtolz, um dieſen kleinen Dienſt von mir anzunehmen?“
4„Gewiß nicht; aber ich wäre eine ſchwache Mut⸗ ter, wenn ich es thäte, eine Mutter, die in ihrer Anhänglichkeit nicht berechnete, daß ihr Sohn, um die ganze Schwere der von ihm begangenen Fehler tief genug zu empfinden, auch die Folgen davon tra⸗ gen muß. Nein, Eugen ſoll ſelbſt arbeiten, um zu bezahlen, was ſeine Thorheiten gekoſtet haben. Er iſt arm, und das hat er vergeſſen. Nun wohl, jetzt iſt es Zeit, daß er ſich daran erinnere. Was die Koſten ſeines Aufenthalts auf der Univerſität betrifft, ſo werde ich dieſe wie bisher für ihn bezahlen, aber die Schulden, welche er gemacht hat, muß er da⸗ durch abarbeiten, daß er während der Ferien in irgend eine vorübergehende Kondition zu kommen und ſelbſt in der Studienzeit durch Privatunterricht Etwas zu verdienen ſucht.“
„Aber dieß wird zwei Uebelſtände mit ſich brin⸗ gen; fürs Erſte, daß es mit ſeinen Studien viel langſamer geht, und zweitens werden Sie ihn dann in der Heimath gar nicht zu ſehen bekommen.“
„Das iſt wahr, aber es wird für die Zukunft ihn lehren, welche betrübenden Folgen es hat, wenn man ſich von ſeinen Leidenſchaften regieren läßt. Wären Sie nicht geweſen, Herr Kapitän, ſo hätte er ſich ſelbſt helfen müſſen, und es hieße ſehr un⸗ überlegt verfahren, wenn ich ihn ſo leichten Kaufs den Folgen der von ihm begangenen Fehler ent⸗ ſchlüpfen ließe. Wiſſen Sie, wozu eine ſolche Schwach⸗ heit führen würde? Zu weiter nichts, als daß er, eben weil er die Bitterkeit ſeiner Verirrungen nicht zu


