Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 1. Band (1864)
Entstehung
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eben nimmt, Siehſt Du, Onkel, ich ſtudire die prak⸗ tiſche Seite des Lebens.“

„Ja, das Kneipenleben,“ fiel der Kapitän ein und ſetzte ſich Svante gegenüber, welcher ganz unbe⸗ fangen eine Cigarre anzündete.

„Will man die Welt, die Menſchen und den Lebensgang kennen lernen, ſo muß man Alles und beral ſtudiren,“ entgegnete Svante mit großer

uhe.

„Aber Du wirſt vielleicht entſchuldigen, wenn ich Deine Studienweiſe minder zweckmäßig finde.“

Spvante nickte bejahend und anſtandsvoll mit dem Kopf. Der Kapitän fuhr ſort;

„Deßgleichen wirſt Du entſchuldigen, daß ich hieher gekommen bin, um Deine intereſſanten Stu⸗ dien zu unterbrechen und Dich von hier fortzu⸗ nehmen.“

„Belieben Sie ſich zu erinnern, Herr Oheim, daß ich mündig bin.“

„Ganz richtig und daß Du über all Dein Eigen⸗ thum frei disponiren kannſt, ohne Dich von Jemand kontroliren zu laſſen,“ bemerkte der Kapitän ironiſch.

„Das Unglück iſt nur, daß ich über Nichts als Schulden disponiren kann. Dieſes Dispoſitionsrech⸗ will ich ohne Bedauern auf denjenigen übertragen welcher die Gabe anzunehmen Luſt hat.“

„Möglicher Weiſe findet ſich dennoch Jemand. welcher ſich dazu herzugeben geneigt wäre; aber natürlich auf gewiſſe Bedingungen hin. Du ſieht wohl ein, daß es ohne ſolche nicht angeht.“

„Das iſt mir vollkommen klar. Und wenn die⸗