Teil eines Werkes 
Die Witwe und ihre Kinder : 1. Band (1864)
Entstehung
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liebe erwachte und fragte:„Mit welchem Recht. drängt dieſer Fremde ſich an mich?“

Unter dem Einfluß dieſes Gefühls trat er einen Schritt auf den Unbekannten zu und ſprach mit ſtol⸗ zer, befehlender Stimme:

„Herunter mit dem Hut, zurück mit dem Mantel! Was haben Sie hier zu ſchaffen?“

Der Unbekannte zog langſam den Hut ab, warf den Mantel von ſich, und vor Eugen ſtand Kapitän CEduard Oernſkjöld, ruhig und ernſt den jungen Mann betrachtend, welcher bei ſeinem Anblick unnatürlich bleich wurde und, das Geſicht in den Händen ver⸗ bergend, auf einen Stuhl ſank.

Der Kapitän ſagte, indem er Eugen einen Brief reichte:

„Sehen Sie hier die Urſache, warum Sie mich zu ſolcher Zeit in dieſem Zimmer treffen, obwohl ich wirklich, auch ohne dieſen Brief, einiges Recht zu haben glaube, zu jeder Stunde mich hier einzufin⸗ den, da es unglücklicher Weiſe von dem dort be⸗ wohnt iſt.“

Hiebei deutete der Kapitän auf den ſchnarchen⸗ den Svante.

Eugen erhob den Kopf und machte dem Kapitän eine ſtumme Verbeugung, als er den Brief aus deſ⸗ ſen Hand nahm.

Eduard ſetzte ſich ihm gegenüber, beſchattete die Augen mit der Hand, betrachtete hinter dieſem Schirm Eugens Angeſicht, während derſelbe den Brief las, und ſuchte den Eindruck der wenigen Worte, die er enthielt, zu entdecken.

Schwartz, die Wittwe und ihre Kinder. I. 8