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Ohne eine Antwort zu geben, oder in den Ge⸗ ſang einzuſtimmen, zog Eugen ſeinen Kameraden mit ſich aus dem Saale und führte ihn nach Hauſe, während unaufhörlich die Worte des Fremdlings in ſeinem Ohr wiederhallten. Zugleich damit trat das Bild der Mutter vor ſeine erhitzte Phantaſie. Er ſah, wie ſie ihn mit Schmerz und Verzweiflung be⸗ trachtete; es war ihm, als fragte ſie:
„Lohnſt Du ſo meine Liebe?“
Es war ihm, als ob alle böſen Geiſter ihm folg⸗ ten, und ſich an ſeiner Demüthigung freuten. Mit einem Gefühl von Eckel betrachtete er ſeinen taumeln⸗ den Kameraden, und jetzt, wo er in Folge des hef⸗ tigen Eindrucks, den des Fremdlings Worte auf ihn gemacht hatten, nüchtern geworden war, erſchien ihm dieſer Anblick ſo widrig, daß er mit wirklichem Ab⸗ ſcheu daran dachte, wie oft er ſelbſt ſich in einem ſolchen Zuſtand befunden hatte.
Endlich ſtand er vor der Hausthüre, und es ge⸗ lang ihm mit vieler Mühe, ſeinen Kameraden die knarrende Treppe in ihr Zimmer hinaufzubringen. Hier ſchaffte er denſelben in das Bett, ſchleuderte ihn beinahe hinein, um nur ſein lärmendes Gelall nicht länger anhören zu müſſen, zündete Licht an, ſtieß aber faſt einen Schrei des Entſetzens aus, als er den Fremdling im Mantel ſich gerade gegenüber ſtehen ſah.
Das von ſtarkem Getränke erhitzte Blut ſchoß beim Anblick des Unbekannten, eines Augenzeugen von ſeiner Erniedrigung, eines Anklägers von ſeinem Thun, wie Feuer ihm durch die Adern. Die Eigen⸗


