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Zwei Tage ging Eugen mit dem Brief der Mutter in der Taſche herum, ohne daß er den Muth hatte, ihn zu öffnen.
Endlich als er allein war, zog er ihn hervor und las ihn unter Thränen.
Den Augenblick darauf ſtellten ſich zwei Gläu⸗ biger ein, und von einem Dritten bekam er einen Brief, und als dieſe Maſſe von Schulden, ohne Aus⸗ ſicht, ſie bezahlen zu können, auf ihn drückte, da nahm er ſeine Zuflucht wieder zum Glas, um mit⸗ telſt deſſelben ſeinen Kummer zu vergeſſen. 1
Mit Hülfe der letzterhaltenen Gelder halfen ſich Eugen und Spante über die Ferien in Upſala durch, ohne daß ſie die Heimath beſuchten. Beim Beginn des neuen Semeſters erhielt Eugen einen Brief von ſeiner Mutter, angefüllt mit den wärmſten Bitten, an ſeine Examina zu denken und deren Abſchluß möglichſt zu beſchleunigen. Jedes Wort athmete die unbegrenzteſte Liebe, die zärtlichſte Unruhe.
Auch die Mädchen ſchrieben Briefe voll Anhäng⸗ lichkeit und Aufmunterung.
Der Brief der Mutter rührte Eugen, diejenigen der Mädchen machten einen lebhaften, obſchon nicht dauern⸗ den Eindruck auf ihn. Er faßte die ſchönſten Entſchlüſſe, blieb ganze vierzehn Tage lang ein Muſter von Fleiß und Ordnung, aber in der dritten Woche war der Eifer wieder erkaltet; die Luſtbarkeiten und die heitern Geſellſchaften mit Kameraden lächelten ihm ſo verführeriſch entgegen, und die vierte Woche ſiedie er wieder mitten in den alten übeln Gewohn⸗ heiten..


