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er es für ſeine Pflicht hielte, bei ihm zu bleiben und ihn zu pflegen.
Obgleich dieſe Unwahrheit Eugens noch nicht
ganz verdorbenem Herzen widerſtrebte, ging er doch am Ende auf den Vorſchlag ein. Schon der Ge⸗
danke, ſeine Mutter wieder zu ſehen, war ihm pein⸗
lich. Er fühlte, daß er ihrem Blick nicht begegnen konnte, daß er in demſelben Augenblick, da er vor ihr ſtände, vor Scham vergehen würde.
Wenn er ſich dann all das Elend vorhielt, wel⸗ ches ſein Leichtſinn zur Folge haben mußte, wenn ſeine Gläubiger, des Wartens müde, ſich endlich an die Mutter wenden würden, ſo konnte er nicht ein⸗ mal die Vorſtellung ertragen, ſie wieder zu ſehen, welche Alles für ihn geopfert hatte.
Eugen machte es, wie ſo Viele vor ihm: um dem Anblick des Böſen, das er verſchuldet hatte, zu entgehen, ſuchte er die Erinnerung daran zu betäu⸗ ben; anſtatt es beſſer zu machen, machte er es nur ſchlimmer durch die Mittel, welche er anwandte, das murrende Geyviſſen zu beſchwichtigen.
Die Geſchichte von Svante's Krankheit machte
Glück, denn er erhielt Geld von ſeiner Mutter und⸗
überdieß von ſeinem Oheim.
Eugen erhielt gleichfalls einen Brief von ſeiner Mutter ſammt einer kleinen Geldſumme. Aus dem ganzen Brief war erſichtlich, daß es die Mutter An⸗ ſtrengung gekoſtet hatte, auch dieſes Wenige zu ſen⸗ den: denn ſie hatte mehrmals ſchon während des Semeſters ihm Geld übermacht, da weder er noch ſein Oheim ſie von der Gabe des letztern in Kennt⸗ niß geſetzt hatte.
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