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unwillkürlich mit einem eigenthümlichen Gefühl von Wohlbehagen und Intereſſe verweilt, da man daſelbſt das Gepräge reicher, ungewöhnlicher Seelenbegabung zu erkennen vermeint.
Nach ihrem Ausſehen zu urtheilen, konnte ſie etwa dreißig Jahre alt ſein; in Wirklichkeit hatte ſie bereits ihr ſechsunddreißigſtes zurückgelegt.
Ueber dem dunkeln Haar trug ſie eine einfache aber geſchmackvolle Haube, welche ihrem ganzen Aus⸗ ſehen etwas Ehrbares gab. An ihrer Kleidung be⸗ merkte man, daß ſie nicht die Abſicht hatte, mit den Mädchen in die Kirche zu gehen.
„Adieu, ſüße Tante,“ ſagte die älteſte, eine hoch⸗ gewachſene, ſchlanke, ſiebzehnjährige Blondine, mit ruhigen und milden Zügen, und küßte die Frau.
„Es iſt recht verdrießlich, ſüße Tante, daß Du nicht mit in die Kirche gehſt,“ rief die andere, ein kleiner Wildfang von ſechszehn Jahren, mit blauen Augen und allzeit lächelndem Munde.„Nun kann ich im Voraus ſagen, daß ich nicht im Stande ſein werde, meine Gedanken auf das, was der Prediger ſagt, zu richten, ohne daß ſie ſich wieder zu Dir und dem unerträglichen Eugen zurück wenden, der geſtern ſeine Heimkehr nicht bewerkſtelligen konnte.
„Wenn dem ſo iſt, meine kleine Elma, ſo thäteſt Du beſſer, hier zu bleiben, als ohne Andacht in Gottes Haus zu gehen,“ antwortete die Tante und ſtreichelte lächelnd die blühenden Wangen des Mädchens.
„Ah, ich gehe ſchon mit Andacht hin,“ bemerkte
Elma lächelnd;„denn wenn ich an Dich denke, ſo denke ich an Jemand, der Gott nahe ſteht,— Lebe Scwart, die Wittwe und ihrs Findere T. 2
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