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mit Schlinggewächſen überkleidete Vorbau, der mit Sand beſtreute, ſauber gehaltene Hof mit ſeinen 2 Ulmen und ſeinem Roſenbeete— Alles hatte etwas ſo Zierliches und Hübſches, daß man unwillkürlich auf den Gedanken gerieth, eine Frau müſſe hier als Beſitzerin ſchalten und walten.
Auf der anderen Seite des Gebäudes lag ein kleiner Garten, deſſen nettes, leichtes Staket gleichfalls von der den Frauen eigenen Neigung, Alles ſo an⸗ zuordnen, daß es den Augen ſchmeichelte, Zeugniß gab.
Der eine Giebel des Hauſes ging nach einem Hügel, welcher gegen den Fluß abfiel. Von dieſer mit Hängebirken bewachſenen Anhöhe hatte man eine ſehr reizende Ausſicht.— Im Uebrigen begeg⸗ neten dem Auge, wohin man es wandte, nur dicht⸗ belaubte Waldungen und lachende Wieſen.
Die Glocken der benachbarten Kirche riefen eben zum Gottesdienſt, und ihr Klang vermiſchte ſich mit den Chören der Vögel, welche von Nah und Fern dem Schöpfer ihr Loblied ſangen. Ueber der gan⸗ zen ſonnenbeſchienenen Natur weilte eine andachts⸗ volle Stille, als ob jedes Blatt, jede Blume, jeder Grashalm in frommer Demuth den Sabbat des Herrn feierte..
In dem kleinen Hauſe war Alles ſtill geblieben, bis der mahnende Schall der Glocken ſich durch die Luft ſeinen Weg zu den Bewohnern des Thales bahnte. Da erſchienen plötzlich drei junge Mädchen unter dem Vorbau. Hinter ihnen zeigte ſich eine hohe, ſchlanke Frau, mit einem von jenen Geſichtern, welche niemals altern, und auf welchen der Blick


