Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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Warte einen Augenblick, bat Sorenza. Setze Dich hierher, ich habe Dir etwas zu ſagen.

Laß hören.

Graf Eldon iſt todt, und ich bin alſo ohne meine eigene Schuld ganz einſam in der Welt, und Herr meiner ſelbſt. 4

Nicht ſo ganz; der Graf hat eine teſtamen⸗ tariſche Beſtimmung zu Deinem Vortheil getroffen. Bis die Söhne mündig werden, ſollen ihre Vormün⸗ der die jährlichen Koſten Deines Unterhalts ſo aus⸗ bezahlen, wie ſie früher angeſchlagen worden ſind. Du ſtehſt alſo unter Vormündern, und wenn Du Dich nicht nach ihren Vorſchriften richteſt, wie die⸗ ſelben im Teſtamente ausgeſprochen ſind, ſo wirſt Du der Leibrente verluſtig, die man für Dich aus⸗ geworfen hat. 3

Gut, dann werde ich mich nicht nach ihnen richten, ſagte Sorenza beſtimmt.

Biſt Du närriſch, Kind?

Nein; ich bin mir nur vollkommen bewußt, wie ich handeln muß.

Sie drückte die Hand gegen die Bruſt.

Doch, das wird meine Privatſache. Jetzt zu dem, was ich eigentlich ſagen wollte: Ich wünſche ſofort Dein und Idas Haus zu verlaſſen.

Was ſchwatzeſt Du da für Zeug?

Höre mich an. Willſt Du mir einen Dienſt erweiſen, mein beſter, guter Knut, ſo ſchaffe mir eine andere Wohnung, und das ſobald als möglich. Wenn Du es nicht thuſt, ſo muß ich Euer Haus berlaſſen. ohne zu wiſſen, wohin meine Schritte enken.