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Verſöhnungsſcenen zwiſchen Liebenden, bei welchen verſprochen wird, was man im nächſten Augenblick
nicht halten kann. Sie wurde indeſſen bald durch
einen Bedienten unterbrochen, welcher hereinkam, um zu ſehen, ob Sorenza im Atelier ſei. Graf Ernfried wünſchte ſie zu ſehen. Bei dieſen Worten verfinſterte ſich das Geſicht von Nils.
— Ich werde mich entfernen,— ſagte er und ſtreckte die Hand nach dem Hute aus; in demſelben Augenblicke öffnete ſich die Thüre, welche nach den gräflichen Gemächern führte, und Ernfried trat ganz ſchwarz gekleidet herein. Beim erſten Blick auf ſeine tiefe Trauertracht und auf ſein aufgeregtes, faſt verſtörtes Ausſehen, ſtürzte Sorenza ihm ent⸗ gegen und rief:
— Gott, Vater im Himmel, was iſt paſſirt, wer iſt todt?
Mein Vater— war die Antwort des Jüng⸗ ings.
Ohne einen Laut von ſich zu geben, fiel Sorenza leblos zu Boden. Der Schlag war ſo unerwartet gekommen, daß er ſie traf wie ein Donnerſchlag.
Als es nach vielen Bemühungen endlich gelang, ſie wieder in's Leben zu rufen, war ſie ganz ver⸗ worren und wiederholte unaufhörlich;
— Todt, todt, ohne daß ich ihn wieder zu ſehen bekam! O, mein Gott, mein Gott!
Mit düſteren Blicken folgte Porry dieſem Auf⸗ tritt. Er horchte auf ihre Worte mit Eiferſucht im Herzen. Auf Ernfrieds Anordnung wurde Sorenza nach Hauſe zu Major Grüner's gebracht.
Nils warf ſich in einen Wagen und fuhr hinaus
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