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hegen laſſen. Nein! Alles Andere, nur das nicht. Und doch, wie entſezlich bitter war es, zu ſagen: Ich bin die uneheliche To chter dieſes vornehmen Mannes; meine Mutter war eine Ehebrecherin.
Sorenza hatte, während Porry ſprach, heftig ge⸗ weint. Als er zu Ende war, blickte ſie zu ihm hin⸗ auf und ſagte:
— Kann Nils mir nicht glauben, ohne nach dem zu fragen, was den Grafen Eldon und mich be⸗ trifft? Gibt es denn nichts in meinem Blick, was Dir ſagt, daß ich Deiner würdig bin? Hat die Wahrheit kein Gepräge, welches Dich überzeugen kann, daß jeder Angriff auf meine Ehre unver⸗ dient iſt?
— Wenn dem ſo iſt, Sorenza, warum mir nicht die Wahrheit ſagen? Warum mich nicht durch That⸗ ſachen überzeugen?
— O! ich kann es nicht! Aber bei dem Gott, welcher in's Herz ſieht, betheure iich, daß mein Leben rein iſt, wie der Tag. Ach, Nils! ich flehe Dich an: Glaube mir; Dein Herz kann nicht Diejenige verkennen, welche Du bereits beim erſten Anblick als einen Theil Deiner ſelbſt wieder erkannteſt.
Sorenza war in dieſem Augenblick ſo hübſch und jeder Zug zeugte ſo unfehlbar von einem un⸗ verdorbenen Herzen, daß Porry dadurch beſiegt wurde.
— Mein geliebtes, armes Kind, ich glaube an Dich und werde niemals zweifeln,— rief er und bedeckte ihre Hände mit Küſſen. Du biſt un⸗ ſchuldig, das leſe ich in Deinem Blick, das höre ich am Klange Deiner Stimme.
Die folgende Scene war gleich allen andern


