Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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„zählen, wie man mich bei meiner Ankunft hier be⸗ „grüßte, und Du magſt mir dann nachher ſagen, „ob ich nicht Grund gehabt habe, tief betrübt zu „ſein. Tante, Tante, warum biſt Du nicht bei mir, „um mit Deiner liebkoſenden Stimme mein unru⸗ „higes Herz zu beruhigen!

Hier folgte eine genaue Beſchreibung von So⸗ renza's Ankunft bei der Familie des Grafen und von Allem, was uns bereits bekannt iſt. Der Brief ſchloß mit dieſen Worten:

„Jetzt, da Du weißt, wie wenig Freundlichkeit „und Liebe Deine Sorenza hier zu erwarten hat, „wirſt Du einſehen, daß ich nicht hier bleiben „kann. Du wirſt hierher kommen und mich wieder „zu Dir zurückholen, und ich werde mich wieder „glücklich und zufrieden an Deiner Seite fühlen. „Wenn ich dieſes Schreiben abgeſchickt habe, ſo „zähle ich die Stunden, bis Du kommſt, was Du „gewiß am folgenden Tage thuſt. Du kannſt nicht „anders handeln gegen Deine einzige

Sorenza.“

Am Tage nach Sorenza's Abreiſe von Stock⸗ holm wurde ihr Brief der Madame Toll einge⸗ händigt.

Den Kopf auf die Hand geſtützt und das Geſicht von Thränen benetzt, las Madame Toll die Klagen ihres Lieblings; und obgleich ihr Herz ihr gebot, ſo zu handeln, wie Sorenza es hoffte, ſo kam doch der Verſtand und befahl ihr im Namen der Klugheit, nicht die Schwäche die Oberhand bekommen zu aſſen.

Es war die Zukunft Sorenza's, und nicht die