Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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der Ausdruck in Arthur's Geſicht mild, excentriſch und lebhaft war, war der in Ernfried's energiſch, unbeugſam und trotzig. Man ſah, daß die beiden Jünglinge nicht von ganz ungleichen Impulſen ge⸗ leitet werden würden; denn während Arthur blos von ſeinen Gefühlen, ſeiner Phantaſie und Eraltation beherrſcht werden und dadurch oft auf dem Ocean der Leidenſchaften Schiffbruch leiden würde, ſollte Chrenfried ſich durch eine unbeugſame Feſtigkeit und durch ſeinen ſtolzen Charakter zum Herren über die Ereigniſſe machen und Andere unter ſeinen Willen und ſeine Launen beugen.

Arthur war dazu geſchaffen, vom Augenblicke hingeriſſen und vom Strome der Ereigniſſe fortge⸗ führt zu werden. Ernfried dagegen ſollte ſich nie hinreißen, nie die Ereigniſſe über ſich herrſchen laſſen.

Das einzige ſeiner Kinder, welches Graf Eldon begünſtigte, war Arthur. Wenn er ſich ſtreng gegen Ernfried und Jenny zeigte, war es immer Arthur, der durch ſeine Bitten die Strenge milderte. Man konnte ſagen, daß der Graf ſich von dem ſchwachen Sohne beherrſchen ließ.

Nachdem die Gowvernante eine Zeit lang den jungen Graf betrachtet, bemerkte ſie:

— Wird das junge Mädchen immer hier bleiben? 84

Arthur blickte haſtig auf, als wenn er geweckt worden wäre, fuhr mit der Hand über die Stirn

und antwortete, indem er vom Stuhle aufſprang:

— Gott behüte das arme Kind davor! Mit zwei Sprümgen war er die Veranda⸗Treppe hinun⸗ Schwartz, Die Tochter des Edelmanns 1.