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kein fürſtliches Vermögen beſaß, war ſowohl ihrem Manne, wie auch ihren Freunden gegenüber ſo entehrt worden, daß ſie, um all der Erniedrigung, die ſie traf, auszuweichen, den Ort verließ, ohne daß der Graf oder ihr Mann erfahren konnten, wohin ſie ſich gewendet.
War der Graf im Anfang ſeiner Ehe düſter und verſchloſſen geweſen, ſo wurde er es nach dieſen Ereigniſſen noch mehr, und weder Zeit noch Jahre vermochten es, den kalten und unverſöhnlichen Un⸗ willen zu mildern, welchen er gegen ſeine Frau ge⸗ faßt, mit der er nur noch zuſammenlebte, damit das Gerücht von dem beabſichtigten Prozeß nicht Be⸗ ſtätigung erhielte.
So verliefen fünf Jahre, ohne daß er etwas von ihr gehört, die er in's Unglück gebracht.
Eines Tages erhielt er einen Trauerbrief.— Der Graf öffnete denſelben und fand darin eine Karte. Er nahm dieſelbe und darauf ſtand:
„Amalie Bencke, geborene Bill, geſtorben in ihrem 27. Jahre.“
Sie war alſo in der Blüthe ihrer Jahre geſtorben, dieſes einzige Weib, das ſein Herz geliebt.— Sie, welche er ſchon als junger Mann ſo hoch geliebt, daß er ihre Unſchuld reſpektirt hatte; die er aber, als der Zufall ſie wieder zuſammenführte, dergeſtalt mit ſeinen Bitten eiſchläferte, daß die Folgen Scham uud ein frühzeitiges Grab wurden.
Sie hatte den Frieden des Grafen mit in dießt Gruft genommen, denn von jenem Augenblicke an wo er die Nachricht von ihrem Tode erhielt, war e5 1


