Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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als wenn eine ewige Unruhe ihn von einem Ort zum andern jagte.

Er gedieh nirgends, ſondern reiste unaufhörlich, als wenn er hoffte, ſeinem Gewiſſen entfliehen zu können. Man konnte ſagen, daß der düſtere und ſtrenge Mann zum Begleiter durch's Leben einen nagenden Vorwurf bekommen, welcher veranlaßte, daß er auf der Bahn des Lebens ein friedloſer Flücht⸗ ling blieb. So vergingen zehn Jahre.

Der Graf war eben auf Roerbro angekommen, nachdem er zuerſt im Auslande geweſen und nachher während des Winters unaufhörlich zwiſchen ſeinen Gütern hin und her gereist war.

Die Gräfin hatte alſo nach einer Trennung von einem ganzen Jahr die traurige Freude, ihren kalten und düſtern Mann wieder zu ſehen, welcher nach ſeinen eigenen Worten den Sommer über in der Hei⸗ math zu weilen gedachte.

Aber nach Verlauf einiger Tage kam ein Brief folgenden Inhalts an den Grafen:

Als Amalie Bencke vor zehn Jahren ſtarb, hin⸗ terließ ſie zwei Kinder. Das eine war ein Sohn, den ihr Mann nach ihrer Flucht von ihm mitnahm, als er ſich in Koppenhagen niederließ, das and ere, ein lebender Zeuge ihrer Schwäche, war ein Mädchen, welches von Amalie's Schweſter als ihr eigenes Kind aufgenommen wurde. Unglück und Verluſte änderten innerhalb einiger Jahre die Lage der Pfle⸗ gemutter des Kindes und brachten ſie in Armuth.

Sie arbeitete und ſtrebte indeſſen für dieſes Kind, deſſen ſie ſich angenommen, und das mit

Vddem beſtimmten Vorſatz, ſich nie an den zu wen⸗

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