Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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gung ausgeſprochen und wirkte ſo unangenehm auf Arthur, daß er einen Schritt zurücktrat.

Währenddem war der Graf zur Staffelei hin⸗ gegangen und betrachtete das Bild, welches in der Arbeit war, ohne dem, was zwiſchen den beiden Ge⸗ ſchwiſtern vorfiel, irgend eine Aufmerkſamkeit zu ſchenken.

Er begann die Arbeit zu kritiſiren und zu loben, aber in dem gewöhnlichen und harten Ton, ohne ſeinen Worten auch nut einen Schein von Freund⸗ lichkeit oder väterlicher Zärtlichkeit zu geben. So⸗ renza ſtand daneben und hörte ihm zu mit einem gemiſchten Gefühl der Bangigkeit, ſcheuer Zärtlich⸗ keit und unruhiger Furcht.

Nachdem der Graf ſo viel geſagt, als er von dem Gemälde ſagen zu können meinte, machte er ſich zum Weggehen bereit.

Die Gräfin hat den Wunſch ausgeſprochen daß Du morgen zu ihr hinaufkommen möchteſt.

Ganz unwillkürlich blitzten die bei ihrer Ankunft ſo freudeſtrahlenden Augen vor Schmerz. Man las in Sorenza's Geſicht einen Ausdruck der Demüthi⸗ gung, und es kam Arthur vor, als wenn er ſähe, wie die Thränen ſich gegen ihren Willen Bahn brechen wollten.

Lebe wohl, mein Kind, fügte der Graf

mit freundlicherer Stimme hinzu und küßte Sorenza auf die Stirne. Du wirſt morgen den ganzen Tag bei der Gräfin bleiben..

Hätte man Sorenza geſagt, daß ſie ſich irgend

zeiner ſchmerzlichen Operation unterwerfen ſolle, ſo