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Kein zweites Wort wurde zwiſchen Vater und Sohn gewechſelt; aber auf dem Geſicht des Letzte⸗ ren kam und verſchwand das Blut unaufhörlich wie Ebbe und Fluth.
Als der Wagen vor Sorenza's Thor hielt, war Arthur ſo bleich geworden, daß der Vater ſagte:
— Vielleicht ziehſt Du es vor, im Wagen ſitzen zu bleiben, während ich hinaufgehe?
— Nein, antwortete Arthur, und ſprang aus dem Wagen.
Als die Thüre zu der Hausflur ſich öffnete, hör⸗ ten ſie eine heitere, aber ganz ſchwache Stimme unter
Begleitung der Guitarre ſingen:
„Aus Caprice geſchieht ja alles auf der Welt ꝛc.“
leder Graf ſah ſchlechtgelaunt aus und mur⸗ melte: 1
— Was ſoll das, daß das Mädchen ſingt und ſpielt; ſie hat ja gar keine Stimme.
Arthur ſeinerſeits meinte, daß ſie wie eine Nachti⸗ gall ſänge; aber der arme Junge ſchwieg, denn es war ihm ſo ſonderbar zu Muthe.
Die alte Dienerin öffnete die Saalthüre und die beiden Grafen traten ein. Sie fanden Sorenza allein an linem der Fenſter vor einer aufgeſtellten Staffelei ſitzend.
Beim Anblick des Grafen ſprang ſie erſchrocken auf, als wäre ſie bei einer recht ſtrafbaren Hand⸗ lung getroffen worden, und warf die Guitarre zwi⸗ ſchen die Stühle.
Ohne den ſchüchternen Gruß des Mädchens zu erwiedern, ſagte der Graf:
— Ich meinte einmal für allemal den Wunſch


