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daß derjenige, den man ſo hoch geſtellt, nicht das iſt, was er zu ſein ſchien.
— Und in keinem Alter iſt man ſo ſtreng und unverträglich wie in dem Deinigen, mein lieber Ar⸗ thur,— fiel der Graf ein,— man hat noch nicht die Macht der Verführung erfahren, ſondern glaubt an ſeine eigene Kraft und verurtheilt die Schwächen Anderer, weil man ſeine eigene nicht kennt.
Noch einige Jahre und Du wirſt durch Deine eigenen Fehler gezwungen werden, ſchonender gegen Andere zu ſein. Es iſt jedoch nicht meine Meinung, Deinen aus einer unverdorbenen Seele hevorgegan⸗ genen Unwillen gegen den Fehltritt Deines Vaters wegzuargumentiren; ich will Dich blos daran erin⸗ nern, daß je minder ſtreng wir bei der Beurthei⸗ lung der Mängel Anderer ſind, es um ſo beſſer für uns ſelber iſt.
Bevor wir die Kraft unſerer Flügel abſchätzen können, müſſen wir mit ihnen zu fliegen verſuchen, und bevor wir uns zum Richter über Andere aufwer⸗
fen, müſſen wir wiſſen, wie viel unſere eigene Kraft werth iſt. Willſt Du jetzt zu Deiner Mutter hinaufgehen? — fügte der Graf hinzu, als der Wagen von der Roerſtrandsſtraße in die Königinſtraße einbog.
Arthur richtete einen reuevollen Blick auf den
Vater und ſagte mit leiſer Stimme: — Wenn Papa erlauben, ſo begleite ich Sie zu Sorenza. 1 Ohne zu antworten, rief der Graf dem Kut⸗ ſcher zu: 8 — Jahre nach der Kapitänsſtraße! 4
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