Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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Darum, weil es mir unangenehm iſt, und es dürfte Papa nicht wundern, wenn man bedenkt, daß Sorenza nicht die Tochter meiner Mutter, aber doch meine Schweſter und um zwei Jahre jünger als ich iſt.

Die Wangen des Jünglings hatten eine höhere Farbe angenommen, die Augen blitzten vor Aerger, als er ſie auf den Vater heftete, welcher ganz kalt⸗ blütig ein Cigarrenetuis herzorzog und eine Cigarre anzündete. Nachdem er einige Züge gethan, ſagte er ohne die geringſte Veränderung in der Stimme: Du fiddeſt Dich verletzt durch die Verwandt⸗ ſchaft mit Sorenza, glaube ich? Nicht durch die Verwandtſchaft, aber wohl durch die Natur dieſer Verwandtſchaft, die ein Ver⸗ brechen gegen meine Mutter in ſich ſchließt und nach Papa's Worten an mich ein Geheimniß vor der Welt bleiben muß. Darin haſt Du Recht, Deine Anklage gilt indeſſen nur mir allein und, wenn man es hoch nimmt, der verſtorbenen Mutter Sorenza's, ſie muß aber nie auf das Mädchen zurückfallen können. Sie iſt ja an dem Fehltritte ihrer Eltern unſchuldig.

Sie iſt ein Reſultat davon.

Und muß deßhalb mit ſo großem Unwillen behandelt werden, daß derjenige, der vor vierzehn Tagen wie ein Tollhäusler vom Karlberg hinein⸗ ſprang, um ſie begleiten zu dürfen, jetzt meint, ſie nicht ohne unangenehme Gefühle wiederſehen zu können. Mein lieber Arthur, ich glaubte, Du wäreſt

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