Teil eines Werkes 
Die Tochter des Edelmanns : eine Schilderung aus der Wirklichkeit : 1. Band (1863)
Entstehung
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weint, bevor es gelernt hat, daß auch die Thränen Etwas ſind, deſſen man ſich ſchämen muß.

Hätten ſeine Kameraden ihn jetzt geſehen, ſo würde er von dem älteſten wie von dem jüngſten ausgelacht worden ſein, und nicht ein einziger hätte Mitleid mit ihm oder Theilnahme für ihn Iniofunden.

Eine Stunde nach der andern verging, und noch lag der junge Krieger auf dem Sopha ausgeſtreckt und wälzte ſich hin und her unter Schluchzen.

Es war ſchon lange dunkel, als heftige Schläge an Arthur's Thüre erſchallten und eine heitere Stimme rief:

Biſt Du darin, Arthur, ich will mit Dir ſprechen.

Arthur blieb unbeweglich und antwortete nicht. Er blieb ſtille liegen, bis er hörte, daß der Bruder ſich entfernte; und als es ſtille geworden, nahm er ſeinen Mantel und ſeine Mütze, ſchlich die hell er⸗ leuchteten Treppen hinab auf die Straße und ging nach Karlberg.

Am folgenden Samſtag und Mittwoch kam er nicht nach Hauſe.

Endlich, an einem Mittwoch, als vierzehn Tage vergangen waren, während welcher Zeit er Karlberg nicht verlaſſen, hielt Graf Eldon's Equipage im Burghofe daſelbſt an; und man wies dem Grafen die Wohnung, in welcher Arthur zu finden war. Er lag, mit den Armen über dem Kopf gekreuzt und mit dem Blick nach der Decke ſtarrend, auf ſeinem Bett ausgeſtreckt.

Beim Schalle von Tritten richtete er die Augen