David hatte ſeinen Arm Dagmar um den Leib gelegt.
Ihre Wangen glühten; ſie hatte keinen andern Gedanken als ihn; kein anderes Gefühl als die Liebe zu ihm. Sie legte die Arme um ſeinen Hals und ſtammelte:
„David, ich kann nicht von Dir ſcheiden. Möge Gott, mögeſt Du mir dieſe Schwachheit vergeben!“
Was weiter geſagt wurde, wiſſen wir nicht; aber als Majken eine halbe Stunde ſpäter zu ihnen eintrat, fand ſie David auf den Knieen an Dagmars Seite, ſie mit ſeinen Armen umſchließend.
Er ſprang auf und rief:
„Majken, ich habe geſiegt; Dagmar iſt mein. Du wurdeſt es dennoch, der ich mein Glück zu danken haben ſollte, ohne deinen Rath hätte ich ſicherlich in meiner Ungeduld alles zerſtört.“
David faßte Majkens Hand und fügte, ſie an ſeine Lippen drückend, mit Wärme hinzu:
„In Dagmar habe ich Majken wieder gefunden.“
In dieſem Augenblick war Majkens Glück vollkommen. Sie ſah ihren liebſten Wunſch verwirklicht und konnte nun in vollen Zügen das Glück an der Seite ihres trefflichen Gatten, den ſie von ganzer Seele und von ganzem Herzen liebte, genießen.
Frau Waldners Freude war die einer glücklichen Mutter, als ſie ihr geliebteſtes Kind mit der Frau ſich verheirathen ſah, die ſie am gernſten unter allen ihre Schwiegertochter nannte.
LIII.
Sechs Wochen nach dem eben bezeichneten Tage wurde Da⸗ vids und Dagmars Hochzeit zu Eriksdal gefeiert.
Als der Oberſt und Frau Waldner die Neuvermählten um⸗ armt und geſegnet hatten, reichte der Oberſt ſeiner Couſine die Hand mit den Worten:
Nun, Sally, ſind unſere beiderſeitigen Wünſche in Erfüllung gegangen. Ich hoffe auch durch meine Freundſchaft für Waldners Söhne es geſühnt zu haben, daß ich in jungen Jahren und unter


