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dem Einfluß einer heftigen Leidenſchaft in einem unbewachten Augenblick die Sprache der Liebe zu deſſen Frau redete und da⸗ durch zu ſo manchen ungerechten Verdächtigungen und bittern Stunden für Dich Anlaß gab. Die vieljährige Spaltung zwiſchen uns, welche eine Folge davon war, iſt durch unſere Kinder ge⸗ heilt worden, und nun haſt Du mir gewiß vergeben, was ich in den Jünglingsjahren gefehlt habe. Möge Dagmar eine eben ſo gute Gattin werden, wie ſie eine Tochter geweſen, und das Alter von uns beiden wird ſich dann froh und glücklich geſtalten!“
„Amen,“ flüſterte Frau Waldner und drückte dem Oberſt die Hand.
Den Tag nach der Hochzeit reisten die Neuvermählten in die Hauptſtadt.
Majkens Wunſche gemäß blieb Adele zu Eriksdal.
Dagmar, eine Feindin des Stadtlebens, nahm nun ihren Wohnſitz in Stockholm und befand ſich wohl dabei. Sie war glücklich, ſo glücklich als nur ein Menſch werden kann, der tief und ernſt zu lieben vermag.
Den Sommer brachten David und ſeine Frau gewöhnlich in Aengsberga zu.
Dagmar hatte ihre Vorliebe für Haraldshof gänzlich verloren. Es barg allzu viele traurige Erinnerungen, als daß ſie dafür länger eingenommen ſein konnte.
David fand niemals Grund, ſeine Heirath mit einem Ab⸗ kömmling der Aveyron’ſchen Familie zu bereuen. Das traurige „Erbe, welches Dagmar fürchtete, ging weder auf ſie noch auf Adele über.


