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„Du kannſt nach dieſer Schilderung nicht daran zweifeln.“
„Dagmar! Noch haſt Du deine Erzählung nicht geſchloſſen.“ Dagmar ſtützte den Kopf auf die Hand, als wäre ſie ihres
Berichtes müde. Sie fuhr jedoch einen Augenblick ſpäter fort:
„Du erinnerſt Dich gewiß meines Leidweſens, als ich die Nachricht erhielt, daß Papa und Majken über den Sommer aus⸗ bleiben würden. Nun wohl, als ich genauer füber die Sache nachdachte, überzeugte ich mich, daß Papa's verlängerte Reiſe in irgend einem Zuſammenhang mit Arthur ſtand. Ich wußte, daß Arthur ſeine Frau verloren, daß er das Irrenhaus verlaſſen hatte und mit ſeiner Tochter ſich in Italien aufhielt; aber man hatte mir keine näheren Aufklärungen geben können.
„Mein Großvater mütterlicherſeits, welcher bis in ſeinen Tod eine fanatiſche Unverſöhnlichkeit ſowohl gegen ſeinen Enkel, wie gegen mich, ſeine Enkelin beibehalten hatte, vermachte ſein ganzes Vermögen an die Kirche und an fromme Stiftungen und ent⸗
erbte ſomit mich und Arthur. „Dieſes Vermögen war niemals groß geweſen und in ſpätern * Jahren ſehr zuſammengeſchmolzen, ſo daß ſeine ökonomiſche Stellung ebenſo bedenklich wie ſein Geſundheitszuſtand wurde. Alles dieß erfuhr Papa in Paris. „Mein Vater, welcher nach Frankreich gereist war, um meines Erbrechts wahrzunehmen, ſuchte nun Arthur auf und leiſtete ihm Hülfe in der Noth.
„Arthurs Schwiegervater war ruinirt geſtokben. Von Seiten ſeiner Frau hatte er ſomit nichts zu erwarten.
„Papa fand meinen Couſin in der Gegend von Rom in einem ſehr betrübten Zuſtande, arm und beinahe ſterbend. Er hatte das Wenige, was von ſeinem Vermögen übrig geblieben, einer franzöſiſchen Familie übergeben, damit ſie ſeine Tochter zu einem entfernten Verwandten in Frankreich brächte und ihn bäte, ſich des verlaſſenen Kindes anzunehmen.
„Es verſteht ſich von ſelbſt, daß Papa ſich Arthurs an⸗
zu folgen. Schwartz, Dapid Waldner. II.
nahm. Von Majken mit liebevoller Theilnahme gepflegt, wurde es mit ihm allmälig beſſer, und er wünſchte, ihnen nach Schweden


