Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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Nach einem Aufenthalt von ein paar Tagen traten wir die Rückreiſe nach Schweden an und nahmen den Weg über Paris.

Dort kaufte Papa auf meinen Wunſch den ‚Fiſcherknabent.

Arthur, welcher in ſeinen glücklichern Tagen ſich in dieſem bizarren Koſtüm hatte porträtiren laſſen, war es nach der Heimkehr von dem Vater in Vergeſſenheit gekommen, die Affaire mit dem Maler abzumachen, welcher nun froh war, das Gemälde ver⸗ kaufen zu können.

Ich gab bei Papa vor, ich wollte daſſelbe haben, um mich an Arthur zu erinnern, wie ich ihn das erſte Mal geſehen hatte. Die eigentliche Urſache war jedoch, daß ich das Bild meines un⸗ glücklichen Couſins vor Augen zu haben wünſchte, um niemals in Verſuchung zu gerathen, von meinem Vorſatz in Bezug auf künftige Eheloſigkeit abzuweichen..

Während unſeres Aufenthalts zu Haraldshof hing das Ge⸗ mälde in der Gallerie, und ich brachte dort manchmal ganze Stunden zu, dieſes oder das Porträt von dem Vater meines un⸗ glücklichen Couſins zu betrachten, wobei ich mir Arthurs trauriges Schickſal vergegenwärtigte.

Als wir nach Eriksdal überſiedelten, wurde es in der Bibliothek untergebracht; aber von da verſetzte ich es ſpäterhin in mein Zimmer. Ich war verſichert, Niemand würde die Art von Intereſſe argwöhnen, welches mir daſſelbe eingeflößt hatte. Das Gemälde war mit meinen traurigen Zukunftsträumen verwachſen und wurde mir darum theuer wie ein Unglücksgenoſſe.

Du warſt es, David Du, der meine Gedanken von ihm und meinem Muttererbe ableitete; Du warſt es, der mich, außer meiner Anhänglichkeit an Dich, Alles vergeſſen machte.

Ich liebte, liebte eben ſo heftig, ſo ausſchließlich, wie meine Mutter, wie Arthur geliebt hatte. Es war auch nahe daran, daß ich mir aus dem Sinn ſchlug, ich müßte mich auf⸗ opfern, wenn ich Dir ein gleiches Schickſal, wie das von Zos, erſparen wollte.

Arthur kam, um mich zu meinem unglücklichen Geſchick zu⸗ rückzurufen. Ich ſollte mich nie verheirathen!

Nie! wiederholte David.

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