Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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als David ſie anredete, aber ſie verſchwand bald. Er war ja ſo aufgeräumt, ſah ſo gut und freundlich aus, daß Dagmar ſich von ſeinem Anblick ganz belebt fühlte.

3 Das Frühſtück wartete auf der Veranda. Als man damit f war, nahm Frau Waldner Adele mit ſich in den Garten inab.. David und Dagmar blieben allein.

Dagmar hatte Adele und die Tante begleiten wollen, aber David erklärte ſich dagegen.

Geſtehe, Dagmar, ſagte er,daß Du dich beinahe vor mir zu fürchten ſcheinſt..

Fürchten? fragte ſie, ihn anſchauend.Wie wäre das möglich? Von Dir habe ich ja wohl nichts zu fürchten?

Nicht gerade; aber Du weißt, daß ich als Freund und Arzt Dich ſchelten muß.

Nicht als Arzt, aber wohl als Freund. Zu dem erſtern habe ich niemals meine Zuflucht nehmen dürfen.

Aber Du biſt gleichwohl krank und biſt es ſchon lange ge⸗ weſen.

Beweiſe es, wenn Du kannſt. Ich glaube, es würde mir ein Vergnügen machen. Worin beſteht denn meine Krankheit? Dagmar hatte dieß in ganz ſcherzhaftem Tone geſagt.

In einer krankhaft gereizten Einbildung, welche endlich eine noch ſchwerere Geiſteskrankheit herbeiführen könnte.

Sprich nicht ſo, aus Barmherzigkeit, rief Dagmar und legte ihre Hand auf ſeine Lippen. Sie war todesbleich geworden. Davids ſtrenger Blick nahm nun einen Ausdruck inniger Theil⸗ nahme an.

Iſt denn was ich eben ſagte, ſo Schrecken erregend? fiel er ein.Dieß war alſo das Uebel, woran Du litteſt; der Kum⸗ mer, welcher Dich verzehrte; die Angſt, welche Dir deinen Frieden raubte? O Dagmar, warum haſt Du dich mir nicht anver⸗ traut?

Dagmar ließ den Kopf ſinken und ſagte mit tiefer Nieder⸗ geſchlagenheit: 1

Ich vermag nicht über dieſen Gegenſtand zu reden. Ich