Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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Hat Davids Friede einigen Werth für Dich, ſo gehe zur Ruhe, Suche zu ſchlafen, und nun: gute Nacht!

Ich werde zu gehorchen ſuchen, ſtammelte Dagmar und eilte hinein.

Die Thüre wurde geſchloſſen. David kehrte zu ſeinem Pferde und dem alten Olle zurück.

Mein Gott, Herr Doktor, ſo ſchlecht ſteht es nun wieder. Sie haben jetzt zum zweiten Mal Anlaß uns zu helfen.

David klopfte den Alten auf die Schulter und verſicherte, daß es wieder recht werden ſollte; darnach ſchwang er ſich auf ſein Pferd und ritt hinweg.

XLIX.

Am folgenden Morgen erwartete Dagmar mit einer gewiſſen Unruhe, daß David von ſich hören laſſen würde. Der Vormittag war jedoch ſchon ziemlich weit vorgeſchritten, ohne daß er ſichtbar wurde. Um elf Uhr fuhr Frau Waldners kleine Droſchke im Hofe vor, und ſie ſtieg allein aus derſelben.

Dagmar und Adele hießen die Tante mit großer Herzlichkeit willkommen. Sie ihrerſeits erklärte ſogleich, ſie ſei gekommen, um ſie nach Aengsberga mitzunehmen.

Allerdings fiel es Dagmar ſchwer, ſich von allen ihren mancherlei Beſchäftigungen zu trennen; denn ſie ſollte ja einigen armen Frauen zu arbeiten geben; es ſollten einige Kinder der Dienſtleute vom Hüttenwerk Kleider erhalten, denen ſie ſolche ſelbſt verfertigt hatte und auch ſelbſt austheilen zu müſſen glaubte; aber Frau Waldner meinte, das Alles könnte Frau Thorén eben ſo gut beſorgen. Die Folge war, daß die junge Wittwe und Adele nach Aengsberga fuhren. Georg und Agnes ſollten zum Mittageſſen dorthin kommen, und Alles ließ hoffen, daß es ganz unterhaltend würde, verſicherte Frau Waldner. 8

Dagmar ſcherzte über Tante Waldners Tyrannei, ſah aber ganz heiter aus, als ſie zu Aengsberga ankamen, wo David ihnen aus dem Wagen half.

Es regte ſich anfänglich eine gewiſſe Verlegenheit bei Dagmar,