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welche nun ganz deſpotiſch die Frau Mama zwang, mit ihr herumzuſpringen und zu ſpielen, gerade als ob Dagmar ihr an Alter völlig gleich geweſen wäre.
ALdele lachte aus vollem Halſe; zuweilen hörte man auch Dagmars Lachen mit dem des Kindes ſich miſchen.
Während ſie in ihrem Spiele fortfuhren, hatte Frau Thorén die Thüre zum Salon geöffnet und David mit den Worten ein⸗ gelaſſen:
„Dagmar ſitzt dort in dem Fauteuil.“
Nachdem ſie ihm dieſen Beſcheid gegeben hatte, ſchloß ſie die Thüre hinter ihm.
David trat auf den hochlehnigen Fauteuil zu, aber keine Dagmar fand ſich dort.
Jeetzt vernahm er Dagmars und des Kindes Stimmen vom Garten her.
Er ſchaute auf, woher ſie kamen, und gewahrte Dagmar,
welche ſich hinter einem Buſch zu verbergen im Begriff war,
während Adele herumſprang und nach ihr ſuchte. Endlich fand
Adele die Mama und jubelte laut vor Freude.
David wandelte bei dem Anblick des Kindes ein unbehag⸗ liches Gefühl an.
Der minder angenehme Eindruck wurde jedoch ſchnell wieder zurückgedrängt, als ſeine Augen ſich wieder auf Dagmar hefteten.
Er ging hinaus in den Garten.
David ſtand vor Dagmar in demſelben Augenblick, als ſie ihre Arme um das leichtfüßige Mädchen ſchloß, welches gefangen wurde, eben da es entfliehen wollte.
„David!“ rief Dagmar, ließ das Mädchen los und reichte ihm ihre Hände hin.
„Wie ſchön, wie gut iſt es von Dir, daß Du kommſt; ſo lange haſt Du mich auf dieſes Wiederſehen warten laſſen.“
David lächelte und küßte ihre Hände.
„Du haſt mich ſomit erwartet?“
„Ich wußte ja, daß Du kommen würdeſt. Obwohl zwei Jahre verfloſſen ſind, ohne daß Du etwas von dir hören ließeſt, war ich doch verſichert, daß Du eines Tags mich aufſuchen würdeſt.“


