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Er lebte ausſchließlich ſeinem Berufe und ſeinen mediciniſchen Studien. Er wurde der Kranken irdiſche Vorſehung und der Betrübten Troſt, immerdar bereit beizuſtehen, zu helfen, zu tröſten und zu lindern.
Wie ſehr er durch ſeine getäuſchten Hoffnungen, ſein zer⸗ ſtörtes Glück zu leiden hatte, behielt er für ſich. Nicht der ge⸗ ringſte Schatten davon ſpiegelte ſich in ſeinem Angeſicht ab, welches ſtets ernſt und mild, niemals düſter oder ſtreng war.
Seine Art und Weiſe war freundlich und theilnehmend, niemals ſtraff oder zurückſtoßend. Gleich gegen Jedermann, jung oder alt, arm oder reich, mußte er auch der Gegenſtand des Lobs von allen werden.
Es gab kein hübſches Mädchen, keinen reichen Gutsbeſitzer, der ſich rühmen konnte, mit größerer Theilnahme von ihm be⸗ handelt worden zu ſein, als das alte gebrechliche Weib oder der geringe Taglöhner..
XILII.
Im Frühjahr kehrte Georg aus England heim. Im April erhielt David einen Brief von ihm mit der über⸗
raſchenden Nachricht, daß er im Begriff ſtände, mit Agnes, der—
Tochter des Hüttenwerkbeſitzers Hammars ſich zu verloben. Georg hatte die Bekanntſchaft mit der Familie in England
gemacht, und die Heimreiſe war in deren Geſelſſchaft erfolgt.
Der Schluß davon war, daß Georg und Agnes die Ringe wechſeln
ſollten. W
Georg ſchloß dieſe Mittheilung mit folgenden Worten:
„Es wundert Dich vielleicht, daß ich, von den Jünglings⸗ jahren her an Dagmar gefeſſelt, nach ſo kurzer Zeit mich tröſten lue und mein Glück an der Seite einer andern Frau uchte.
„Verſuche Dich in meinen Charakter und meinen auf die Wirklichkeit gerichteten Sinn zu verſetzen, und Du wirſt finden, daß was geſchehen, ganz natürlich iſt. 3
„Dagmar iſt mir immerdar lieb, als die beſte, theuerſte


