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„Ich ſetzte ebenſo wenig voraus, daß Du deine Zärtlichkeit für Majken auf mich übertragen könnteſt; ich fühlte mich nur vergnügt und dankbar, wenn ich Dir Opfer bringen durfte, welche Du wünſchteſt, und ich war glücklich an dem Tage, da ich Dir das Gemälde ſchickte, welches mir ſo lieb geworden.
„Die Zeit, welche nun folgte, war reich an Freude; aber ſie war doch nur ein Traum, und das Erwachen wurde deſto bitterer.
„Was hatte ich Dir wohl im Austauſch gegen deine Liebe zu geben? Nichts— wenn nicht das Herz, welches Du bereits beſaßeſt.
„Du, der Du einmal deinen ſüßeſten Hoffnungen Lebewohl ſagen mußteſt, Du mußt auch verſtehen, was ich fühlte, als die Wonne, mich geliebt zu wiſſen, mir das Bewußtſein des Schick⸗ ſals zurückführte, welches das meinige war und in dem Wort: Entſagung ſich zuſammenfaßte.
„Gott, welcher in meinem Innerſten liest, weiß auch, wie ſchwach ich bin. Er allein kann entſcheiden, ob ich unter dem Einfluß deiner Worte und meiner eigenen Empfindungen Stärke genug gehabt hätte, dieſem ſtrengen Gebot Folge zu leiſten, wofern Du nicht abberufen worden wäreſt, ehe meine Lippen zu bekennen Zeit fanden, was Du für mich wareſt.
„Du gingeſt.
„Eine Stunde darauf kam Arthur, um durch ſeine Gegen⸗ wart mich daran zu erinnern, was ich Dir und meinem Gewiſſen ſchuldig war.
„Nun ſind die Looſe gefallen.
„Ich kann niemals deine Gattin werden.
„Lieben werde ich Dich, ſo lange mein Herz ſchlägt, aber mein Schickſal mit dem deinigen zu vereinen, dazu kann nichts mich vermögen.
„Wir müſſen uns trennen.
„Verzeih', daß die Liebe Dagmar ſo ſchwach machte, daß ſie dieſelbe nicht in ihres Herzens Tiefe verbergen konnte; verzeih', daß ſie bei Dir eine Zärtlichkeit hervorgerufen hat, welche Dir nur Leiden ſchaffen wird.
„Geliebter, geliebter David, denke ohne Bitterkeit an
Dagmar.“ Schwartz, David Waldner. II. 10
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